Feiertag - Freier Tag - Maifeiertag. Wir wollten raus. Vielleicht mussten wir auch einfach. Wir wollten ans Wasser, aber nicht ins social distancing Gedränge. Elemente spüren, nicht die Energien all derer die sich auch aus der Enge ihrer Wohnungen befreien wollten.
Eine Fahrt in den Hafen sollte es werden. Also los aus dem Nordosten und quer durch all die recht geschäftigen Stadtteile auf unserem Weg. Über die Elbbrücken und rein ins Hafengebiet.
Ich liebe diese Mischung aus Wasser, Salzluft, Stahl, weitem Himmel und Wolken. Die Linien gepaart mit den Wellen und in all der Härte dann die tanzenden Seevögel. Treibholz, Strandgut, Müll und ganz ungewöhnliche Blicke auf die Hamburger Skyline. Alle sind sie da: Die Elbphi, der Michel, der Heinrich-Hertz-Turm. Im schönsten Sonnenschein und bei bester Laune. Dazu noch die Hafenkräne des "tollen Container-Terminals" und eine absolute, ungestörte Ruhe! Möwen und das Schwappen des Wassers an der Kaimauer.
Ich hätte stundenlang dort sitzen und die alten Kähne betrachten können. Man ahnt gar nicht, dass Rost so schön sein kann. Und Fernweh kommt auf, ganz ganz tief in der Seele. Einfach nur Meer und Wind und Wellen!
Auch Köhlbrandbrücke und Elbtunnel waren natürlich dabei und boten sehr grafische Ansichten - da waren sie wieder, die Linien, nach oben strebend vor den Wolken oder in leichter Kurve dem Fahrbahnverlauf folgend.
Nun sitze ich dankbar und zufrieden für diesen kleinen Ausflug wieder hoch oben im Nordosten, an der Grenze zu Schleswig-Holstein in meiner durch Landwirtschaft geprägten Landschaft mit Feldern, Wäldern, lauem Lüftchen und braven, kleinen Singvögeln.
Danke, Du schöne Welt!
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