Mit Samhain, dem keltischen Fest welches den Winter einläutete, ging die Erntezeit zu Ende, die Geschäftigkeit der Sommermonate kam zum Erliegen, man zog sich in die Häuser zurück, ans Feuer, um Gemeinschaft und Wärme zu erfahren, während draußen die Stürme tobten.
Wir kennen das kaum noch, denn uns steht ja eigentlich Black Friday und das Weihnachtsgeschäft bevor. Doch dieses Jahr wird uns ein solches Zurückziehen von außen verordnet. Wir sollen zu Hause bleiben, bei unseren Familien, von denen wir aber dennoch immer nur einen kleinen Teil sehen können. Wir sind auf uns selbst zurückgeworfen, lamentieren über all die Dinge, die wir gerade nicht mehr dürfen. All die nach Außen gerichteten Dinge, all die Dinge, die uns ablenken.
Mir gefallen Bilder mit viel "negative space", weil genau diese Ablenkung nicht da ist und unser Auge sich auf dem eigentlichen Objekt fast schon ausruhen kann. Zumindest kann es ohne weitere Ablenkung umherwandern.
Als ich die Blätter, welche ich gestern auf einem Spaziergang gesammelt hatte, fotografierte, fiel mir auf, dass ihre Oberflächen eine fast landschaftsartige Qualität besitzen. Hier sozusagen die "Drohnenfotos" dieser Landschaften...vielleicht tauche ich noch einmal tiefer ein und versuche, die Details dieser Landschaften zu erkunden.
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